Neue Brutstätte für Fischadler

Berichte aus Klepelshagen

Künstlicher Horst auf 8 m hohem Stamm errichtet Foto: Michael Tetzlaff Künstlicher Horst auf 8 m hohem Stamm errichtet Foto: Michael Tetzlaff

Die ersten Fischadler sind aus ihren Winterquartieren nach Klepelshagen zurückgekehrt. Um den Greifvögeln zu helfen, haben wir in der kalten Jahreszeit eine weitere Nistmöglichkeit geschaffen, die ihren Anforderungen entspricht. Tatkräftige Helfer stellten den Holzmast an einer geeigneten Stelle in Gewässernähe auf. Das Nest ist gemacht – nun hoffen wir, dass dort bald ein drittes Paar einzieht.

Pünktlich zur Ankunft der ersten Fischadler haben wir in Klepelshagen mit vereinten Kräften eine weitere Nistmöglichkeit für sie geschaffen. In Mecklenburg-Vorpommern finden die mittelgroßen Greifvögel kaum noch natürliche, sichere Horstbäume mit freiem Anflug und guter Übersicht. In den Wäldern des Landes fehlen diese sogenannten Überhälter-Bäume – und die Mehrzahl der hier vorkommenden Brutpaare nutzt mittlerweile künstliche Bruthilfen auf Stromtrassen oder auf frei stehenden Masten. Diese praktische Artenschutzmaßnahme trägt maßgeblich zur ungestörten Jungenaufzucht bei. Und Untersuchungen haben gezeigt, dass der Bruterfolg auf Kunstplattformen sogar höher ausfällt als auf Bäumen.

In den 90er-Jahren wurden Fischadler als selten eingestuft. Noch zu Beginn der 2000er-Jahren konnten wir diese Vögel nur als Durchzügler und Nahrungsgäste beobachten. Doch in den letzten Jahren wuchs ihr Bestand erfreulicherweise wieder, und dieser Trend hält nach wie vor an: Mittlerweile gibt es in Mecklenburg- Vorpommern wieder mehr als 200 Brutpaare; das entspricht fast 30 Prozent des Gesamtbestandes in Deutschland. Bei uns in Klepelshagen brüten dank der künstlich geschaffenen Horstangebote immerhin zwei Fischadlerpaare wieder sehr erfolgreich. Die dritte Nistmöglichkeit auf unserer Fläche ist ein Mast aus Holz, das aus dem Klepelshagener Forst stammt, mit einem Korb, der aus Kopfweidenschnittmaterial geflochten wurde. Den Horst haben unsere Naturschützer in Zusammenarbeit mit dem Forst- und Landwirtschaftsbetrieb gebaut. Mit schwerer Technik und tatkräftigen Helfern haben wir die Nisthilfe dann an geeigneter Stelle mit Blick auf mehrere fischreiche Gewässer aufgestellt. Nun hoffen wir, dass wir bald ein weiteres Fischadlerpaar in den Brohmer Bergen begrüßen können.

Rotmilan

Rotmilan – Land zum Leben

Der Rotmilan kommt nirgendwo auf der Welt häufiger vor als in Deutschland. Ein Projekt für die Verbesserung seiner Lebensbedingungen.

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Schreiadlerjunges mit offenem Schnabel.

Schreiadler – Lebensräume sichern

Die Zahl brütender Schreiadler ist in Deutschland seit 1990 um ca. 25 % zurückgegangen. Mit unserem Engagement wollen wir ihren Bestand sichern!

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