Gut Klepelshagen - wirtschaften mit der Natur

Wildtierfreundliche Landnutzung

Gut Klepelshagen

Im Südosten Mecklenburg-Vorpommerns, auf dem rund 2.500 Hektar großen stiftungseigenen Modellbetrieb Gut Klepelshagen, zeigt die Deutsche Wildtier Stiftung, wie hervorragend ein Leben und Wirtschaften mit der Natur funktionieren kann.

Wirtschaften im Einklang mit der Natur

Land-, Forstwirtschaft und Jagdbetrieb verbinden ökonomische Ziele mit den Ansprüchen von Wildtieren. Das reicht von späten Mahdterminen über Brachen und ungenutzte Flächen bis hin zu Jagdruhezonen. Die artgerechte Haltung der Nutztiere ist auf dem von BIOLAND zertifizierten landwirtschaftlichen Betrieb eine Selbstverständlichkeit.

Unsere Rinder führen ein artgerechtes Leben

Unter den rund 650 Rindern grasen auf den Weiden rund 200 „Deutsch-Angus“-Mutterkühe. Zwischen Februar und April kalben sie. Nach ihrer Geburt im Frühjahr wachsen die Kälber rund acht Monate bei ihren Müttern auf. Dann wechseln sie in eine Jungtierherde. Im Alter von gut zwei Jahren und mit einem Lebendgewicht von rund 650 kg sind die Tiere schlachtreif. Die Rinder werden in der ortsansässigen Gourmet Manufaktur Gut Klepelshagen stressarm geschlachtet und vor Ort zu hochwertigen Bio-Lebensmitteln verarbeitet.

Bei uns dürfen Bäume noch alt werden

Auf Gut Klepelshagen belässt die Forstwirtschaft umgestürzte und abgestorbene Bäume als Totholz. Es dient vielen Wildtiere als Rückzugsraum. Im Wald wird jedes Jahr weniger Holz geschlagen, als wieder nachwächst. Der Wald ist von Buchen dominiert. Doch auch hier gibt es unterschiedliche Lebensraumtypen: So unterscheidet sich der Schatten-Buchenwald von den Bingelkraut- oder Waldmeister-Lebensräumen. An einigen Stellen leisten Eschen, Eichen und Ahorn den Buchen Gesellschaft.

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Über 2.900 Tier- und Pflanzenarten auf 2.574 Hektar

Klepelshagen liegt in den Brohmer Bergen, einer von eiszeitlichen Endmoränen geprägten Landschaft und ist Teil des Naturparks Am Stettiner Haff. Ein Paradies für Wildtiere! Hier sagen sich nicht nur Fuchs und Hase „gute Nacht“. In diesem einzigartigen Lebensraum leben Rehe, Wildschweine und Rothirsche ganz ohne Zäune! In den Bruchwäldern, Mooren und Söllen finden Libellen ein perfektes Biotop. Die seltenen Rotbauchunken stimmen hier im Frühsommer ihre viel gerühmten Gesänge an.

Kennen Sie das Steifblättrige Knabenkraut?

Und die reich strukturierten Buchenwälder, Brüche, Moore und Sölle sind für gefährdete Pflanzenarten wie das Graben-Veilchen und die Echte Gelb-Segge ein ökologisches Paradies! Über 60 Pflanzenarten wie das Sumpf-Labkraut, die Kuckucks-Lichtnelke, das Echte Mädesüß und das fleischfarbene Knabenkraut wachsen hier – oder auch das Steifblättrige Knabenkraut, eine Orchideenart, die auf der Roten Liste steht.

Ein wahres Vogel-Paradies

Das Gut ist ein wichtiges Rast- und Durchzugsgebiet für Zugvögel sowie Brutgebiet für Kraniche, Trauerseeschwalben und Graugänse. Zwerg- und Rothalstaucher, Knäkente, Bekassine und Drosselrohrsänger haben sich in den letzten Jahren angesiedelt.

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Die seltene Schellente wohnt bei uns

Insgesamt sind rund 206 Vogelarten in Klepelshagen nachgewiesen. Darunter der stark gefährdete Wendehals und der gefährdete Grünspecht. Die Vögel profitieren voneinander: So brütet beispielsweise die geschützte Schellente in Baumhöhlen, die der Schwarzspecht gezimmert hat. Bruthilfen für Fischadler, Weißstorch, Turmfalke, Schleiereule und Trauerseeschwalben zeigen beeindruckende Erfolge.

Filmreif: Das Röhren der Hirsche

Jahr für Jahr suchen die mächtigen Rothirsche ihren traditionellen Brunftplatz im „Tal der Hirsche“ oder im „Hirschgrund“ auf. Was für ein Erlebnis, diese Hirschbrunft! Das tiefkehlige Röhren und Knorren, der Sprengruf, die gewaltigen Geweihe und das Imponiergehabe beim Kräftemessen der Gegner bleiben jedem, der das einmal erlebt hat, unvergesslich!

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Ja, wir jagen!

Die Jagd spielt im etwa 2.300 Hektar großen Eigenjagdbezirk von Gut Klepelshagen eine bedeutende Rolle. Gejagt wird Reh-, Schwarz- und Rotwild, um die Bestände zu reduzieren und Wildbret zu hochwertigen Lebensmitteln zu verarbeiten. Auf Gut Klepelshagen setzt die Stiftung ihre jagdpolitischen Forderungen konsequent um: kürzere Jagdzeiten, ein Nachtjagdverbot und Jagdruhezonen. Unsere Haltung: Wenn Jagd im Sinne einer nachhaltigen Nutzung praktiziert wird, bedeutet dies keinen Widerspruch zum Natur- und Artenschutz.

Ohne Jagd keine Artenvielfalt

Im Gegenteil: Jagdliches Handeln vernichtet keine Arten, sondern trägt wesentlich zur Erhaltung von Wildarten und zur Artenvielfalt bei! Über die Jagd werden die Bestände bei Rot- und Damwild sowie Schwarzwild an die Tragfähigkeit des jeweiligen Lebensraumes angepasst. Überhöhte Bestände führen in unserer Kulturlandschaft zu Schäden in der Land- und Forstwirtschaft. Die Jagdrichtlinien der Deutschen Wildtier Stiftung für Klepelshagen gehen weit über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus. Die Jagdzeit für widerkäuendes Schalenwild endet freiwillig am 31. Dezember, denn in den Wintermonaten reduziert das Rotwild seinen Stoffwechsel und lebt auf Sparflamme. Wer es jetzt stört, provoziert Schaden am Wald!

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Künstliche Brutkolonie für Trauerseeschwalben

Auf dem Hinterwiesenweiher in Klepelshagen brütet seit vielen Jahren Mecklenburg-Vorpommerns größte Trauerseeschalben-Kolonie auf künstlichen Brutinseln.

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Hochwertige Fleischprodukte online bestellen

Die Rinder und Wildtiere von Gut Klepelshagen werden in der hauseigenen Schlachterei zu hochwertigen Fleischprodukten verarbeitet. Diese kann man online bestellen!

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