Augen auf für den Artenschutz

Jetzt mitmachen und vom 15. bis 25. Mai Igel und Maulwürfe zählen

teaserbild-mobil_meldeaktion-igel-und-maulwurf teaserbild_meldeaktion-igel-und-maulwurf

Der eine verrät sich durch sein Schnaufen, der andere durch frisch aufgeworfene Erdhaufen – und beide futtern gerne Regenwürmer: Igel und Maulwurf sind Deutschlands bekannteste Gartenbewohner. Aber wo sieht man sie überhaupt noch? Vom 15. bis 25. Mai gilt es, im eigenen Garten, auf Wiesen und in Parkanlagen genau hinzuschauen: Die Aktion „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ geht in die sechste Runde.

Der Mai ist ideal, um die beiden Arten aufzuspüren: Der Igel ist jetzt nachts sehr aktiv, weil er nach Futter sucht, und bald auch nach einer Partnerin. Aber auch verendete Igel, die am Straßenrand liegen, sollen gemeldet werden, jede einzelne Information ist wertvoll. Der Maulwurf ist zwar nicht zu sehen, er buddelt unterirdisch nach Nahrung. Aber auch er sucht im Mai nach einem Weibchen. Dabei gräbt er viele neue Tunnelgänge und wirft entsprechend mehr Erdhaufen auf. Wer die Anzahl der frischen Hügel auf einer Wiese zählt und meldet, hilft den Wissenschaftlern.

Verlässliche Zahlen benötigt

Ziel der Meldeaktion ist es, möglichst viele Daten zu Igeln und Maulwürfen zu sammeln und mittel- bis langfristig Populationstrends erkennen zu können. Zu beiden Kleinsäugern gibt es in Deutschland bisher keine flächendeckenden, verlässlichen Bestandszahlen. Expertinnen und Experten blicken jedoch mit Sorge auf beide Arten. Intensiv genutzte Agrarlandschaften, Stein- und Schottergärten und nicht zuletzt Mähroboter setzen ihnen stark zu. Der Igel steht auf der Roten Liste der Säugetiere Deutschlands bereits in der Kategorie „Vorwarnliste“. Der Maulwurf wird noch als „ungefährdet“ geführt. Wir befürchten, dass bei beiden Arten die Bestände zurückgehen.

Sichtungen melden

Über die Plattformen igelsuche.de oder igel-in-bayern.de können Sie Sichtungen mit dem genauen Fundort und gerne auch mit einem Foto des Tieres oder der Hügel melden. „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ ist ein gemeinsames Projekt der Deutschen Wildtier Stiftung, der NABU|naturgucker, des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung, der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e. V., des NABU Bundesverbands und des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV).

Poster Downloaden

  • poster-deutschland-sucht-igel-und-maulwurf_mai-2026
    Poster für die nächste Melderunde „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“

    Hier kann das neue Poster für die Meldeaktion kostenlos heruntergeladen werden.

    Autor: Deutsche Wildtier Stiftung / Janosch Film & Medien AG

    Jahr:

    Herunterladen
Zwei Igel Foto: imageBroker.com/Kevin Sawford

Igel – Bahn frei für Stachelträger

Der Braunbrustigel ist häufig in Siedlungsgebieten anzutreffen. Allerdings haben sie es dort immer schwerer: In aufgeräumten Gärten und Parks fehlen ihnen Rückzugsorte und Futter. Doch mit den richtigen Schutzmaßnahmen können wir ihnen helfen.

Zum Projekt
Maulwurf

Maulwurf

Den Maulwurf (Talpa europaea) bekommt man nur selten zu Gesicht. Seine Anwesenheit ist unverkennbar, denn seine Erdhügel verraten ihn.

Zum Steckbrief
Igel groß im schwarzen Hintergrund

Igel

Der Igel (Erinaceus europaeus) ist ein Städter geworden, der in Gärten überwintert.

Zum Steckbrief