Wir brauchen mehr Naturpädagogik

Erlebnisse im Grünen fördern Gesundheit, Sozialkompetenz und Naturbewusstsein

Kinder beobachten Wildtiere in der Natur

Kinder, die regelmäßig Zeit im Grünen verbringen, sind konzentrierter, kreativer und gesünder. Das belegen vielfältige Studien immer wieder. Naturbildungsangebote, wie sie die Deutsche Wildtier Stiftung fördert, bilden ein Gegengewicht zur Technisierung und Reizüberflutung im Alltag vieler Kinder und wirken der Naturentfremdung entgegen. Doch es braucht dringend eine bundesweit einheitliche gesetzliche Anerkennung naturpädagogischer Angebote.

Naturpädagogik umfasst ein breites Spektrum ganzheitlicher Bildungs- und Erlebnisangebote, die sich vor allem an Kinder richten, etwa in Form von Wald- und Naturkindergärten: Sie stärken Naturbewusstsein, Gesundheit, soziale Integration und Zukunftskompetenzen. Doch trotz der belegten positiven Effekte gibt es aktuell in Deutschland schätzungsweise nur rund 3.000 solcher Einrichtungen – das sind weniger als fünf Prozent aller Kindertageseinrichtungen. Eine Herausforderung der Naturkindergärten ist, dass sie im Vergleich zu Regelkindergärten andere Strukturen haben und spezielle Anforderungen etwa an die Ausstattung oder Personalqualifikation erfüllen müssen. Allerdings sind sie in den meisten Bundesländern nicht explizit gesetzlich verankert. Das wäre notwendig, um Planungssicherheit für Träger und Fachkräfte zu schaffen und die Gründung sowie das langfristige Bestehen von Naturkindergärten zu erleichtern.

Raus aus der pädagogischen Nische

Klare gesetzliche Rahmenbedingungen

Behördliche Auflagen zu erfüllen, die sich an Betreuungseinrichtungen in geschlossenen Räumen orientieren, ist für Naturkindergärten fast unmöglich, und auch Fördermittel sind schwer zu bekommen. Die Stiftung fordert daher, naturpädagogische Einrichtungen klar anzuerkennen und angemessene gesetzliche Rahmenbedingungen in allen Bundesländern zu schaffen. Naturpädagogik sollte keine Nische sein, sondern ein ernst genommener Bestandteil frühkindlicher sowie gesellschaftlicher Bildung.

Um Naturpädagogik stärker in Kindergärten, aber auch gesellschaftlich und politisch, zu verankern, arbeitet die Deutsche Wildtier Stiftung eng mit Natur- und Waldkindergärten in ganz Deutschland zusammen. Zweimal jährlich treffen sich Vertreter dieser sogenannten Patenkindergärten und der Stiftung bei einem Dialogforum, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Ideen zu entwickeln. Erst im November hat ein solches Treffen in Hamburg stattgefunden.

Galerie: Unsere Naturbildungsarbeit

Unser Engagement

Darüber hinaus engagieren wir uns im Rahmen verschiedener Projekte für die Naturbildung von Kindern. Unter anderem betreuen wir das Patenförsterprojekt „Schule im Wald®“, das Grundschulklassen in Berlin ermöglicht, regelmäßig einen Schultag im Wald zu verbringen. Außerdem unterstützen wir Pädagogen bei der Fort- und Weiterbildung im Bereich Naturpädagogik.

Infobox

Mehr Infos zur Naturbildung bei der Deutschen Wildtier Stiftung:

Grundsätze unserer Naturbildungsarbeit
Patenkindergärten

Patenkindergärten

Mit Hilfe unserer Patenkindergärten arbeiten wir gemeinsam an Themen und Projekten, um die wertvolle naturpädagogische Arbeit zu unterstützen.

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Über unser Projekt

Kinder werden Spatzenretter

Die Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich mit ihrem Projekt „Rettet den Spatz!“ für den Schutz des Haussperlings ein. Mit der Janosch-Spatzenkiste werden der Spatz und seine Gefährdung zu einem Thema in der Naturbildungsarbeit mit Kindern.

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Schullandheim Gehren.

Haus Wildtierland

Nur was man kennt und schätzt, wird man auch schützen können. „Haus Wildtierland“ ist das perfekte Ziel für Ferienlager und andere Aktivitäten in der Natur.

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