Berlins Mitte wird insektenfreundlicher

Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und die Deutsche Wildtier Stiftung stellen ihr Pilotprojekt für mehr Wildbienen in der Stadt am Spreebogenpark vor.

Berlin, 13. Juni 2019

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr, und Klimaschutz eröffnet heute gemeinsam mit der Deutschen Wildtier Stiftung und den Bezirken Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg eine von bereits zehn neuen Flächen zur Förderung der Insektenvielfalt in der Stadt. Im Rahmen des Pilotprojekts „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf“ entstehen im Herbst dieses Jahres weitere Lebensräume für Wildbienen und andere Insektenarten.

Pilotprojekt „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf“

Das Projekt zeigt beispielhaft, wie öffentliches Grün bestäuberfreundlich aufgewertet werden kann. Im Fokus stehen hier die Wildbienen. Für sie werden artenreiche Blumenwiesen angelegt, Wildstauden gepflanzt und Nisthabitate geschaffen. Informationstafeln machen auf das Projekt aufmerksam, das auch darin besteht, die Flächen auf ihre Alltagstauglichkeit, den Kostenaufwand und auf die Wirksamkeit für die Bestäuber zu prüfen. Mit Erkenntnissen aus diesem Projekt soll künftig die Berliner Grünpflege flächendeckend insektenfreundlicher gestaltet werden. Entsprechende Handlungsmaßstäbe werden in das Handbuch „Gute Pflege - Pflegestandards für die Berliner Grün- und Freiflächen“ der Stadt aufgenommen.

Informationstafeln machen auf das Projekt „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf“ aufmerksam.

Umweltsenatorin Regine Günther: „Die Stadt kann wichtige Lebensräume für Insekten bieten, wenn nicht immer mehr Flächen versiegelt, sondern Brachen begrünt und bestäuberfreundlich gestaltet werden. Gerade Wildbienen, in Deutschland stark gefährdet, brauchen solche Flächen, die wir mit dem Projekt ‚Berlin blüht auf‘ entwickeln und ausbauen wollen.“

„Der Standort unserer neuen Fläche im Regierungsviertel ist ideal. Sie unterstreicht, dass die Politik jetzt handeln und den Schutz der Insekten ernst nehmen muss“, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. „Von dem Berliner Projekt versprechen wir uns eine Signalwirkung für ganz Deutschland.“

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