Hamburg/Klepelshagen,
Faszinierender Frosch- und Krötenregen
Mancherorts sieht es aus, als seien die Winzlinge vom Himmel gefallen: Im Juni verlassen tausende klitzekleine Jungfrösche und Kröten plötzlich wie auf ein unsichtbares Kommando hin ihre Geburtsgewässer. Nur zehn Millimeter klein, sehen sie aus wie Miniaturausgaben erwachsener Tiere. Denn ihre Metamorphose haben sie in den zwei bis vier Monaten Entwicklungszeit im Wasser abgeschlossen. Aus dem Laich – bei Kröten in Schnüren, bei Fröschen in Klumpen abgelegt – bildeten sich zuerst die Kaulquappen. Dann wuchsen Hinter- und Vorderbeine und die Kiemen wichen einer Lunge. Sobald dann der Schwanz vollständig zurückgebildet ist, krabbeln die fertigen Amphibien an Land. Das geschieht immer nahezu zeitgleich. Weil dann in einigen Regionen urplötzlich Tausende Miniaturamphibien auf dem Boden herumwuseln, spricht man im Volksmund auch vom Frosch- oder Krötenregen.